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Verfahren

Er erreichte bei der Vervielfältigung der Fotografien sofort den höchsten Qualitätsstand, der bis heute nicht übertroffen wurde.

Im Druckhandwerk gilt der Lichtdruck als die edelste und vollendetste Reproduktionstechnik. Vor etwa 130 Jahren perfektionierte der Münchner Hoffotograf Joseph Albert den Lichtdruck. Er knüpfte an Forschungen von Cyprien Tessié, A.L.Poitevin und C.R.Maréchal an. Anders als seine Vorgänger, die lithographische Stein- oder Metallplatten nutzten, verwendete er Glasplatten. 1868 überraschte J. Albert auf der III. Deutschen Fotografischen Ausstellung in Hamburg mit seinen Lichtdruckarbeiten das Fachpublikum.

Vorhandene Gradationsfehler gleicht die Lichtdruckretuscheurin aus, so daß Negativ und Vorlage im Druckergebnis übereinstimmen. Sie trägt mit ihren Fertigkeiten entscheidend zu der geforderten Qualität der Reproduktionen bei.

Im Druckhandwerk gilt der Lichtdruck als die edelste und vollendetste Reproduktionstechnik. Vor etwa 130 Jahren perfektionierte der Münchner Hoffotograf Joseph Albert den Lichtdruck. Er knüpfte an Forschungen von Cyprien Tessié, A.L.Poitevin und C.R.Maréchal an. Anders als seine Vorgänger, die lithographische Stein- oder Metallplatten nutzten, verwendete er 8 mm dicke Glasplatten. 1868 überraschte J. Albert auf der III. Deutschen Fotografischen Ausstellung in Hamburg mit seinen Lichtdruckarbeiten das Fachpublikum.

Durch die Belichtung härtet die Bichromatschicht entsprechend der Transparenz des Halbtonnegatives unterschiedlich aus.

Als Druckplatte dient eine saubere, planparallele Glasplatte. Auf diese wird die Vorschicht und im Anschluß die lichtempfindliche Druckschicht aufgebracht. Beide Schichten enthalten Gelatine, die somit das wichtigste Material des Lichtdruckes ist. Während des Trocknens der Druckschicht beginnt sich das sogenannte Runzelkorn auszubilden.

Für jeden Farbauszug wird eine entsprechende Druckplatte benötigt. Die vorher bearbeiteten Negative des Druckmotives müssen dazu mit UV-Licht auf je eine Platte kopiert werden.

Nach dem Kopieren werden die Druckplatten in ein 10°C-16°C temperiertes Wasserbecken getaucht. Das Wässern bewirkt ein Ausschwemmen der nicht belichteten Bichromate sowie die endgültige Ausbildung des Runzelkornes. Chromatverbindungen sind für Mensch und Tier giftig. Sie werden dem Abwasser in einem aufwendigen Neutralisationsprozeß entzogen und in einem Kalkschlamm gebunden. Die Entsorgung erfolgt umweltgerecht durch eine zertifizierte Firma.

In festgelegter Reihenfolge wird lasierend Farbschicht auf Farbschicht gedruckt. Beim Aufpressen des Papieres auf die Gelatineschicht spaltet sich die Farbe.

Zur Druckvorbereitung gehört die Feuchtung der Gelatineschicht mit einem Glyzerin-Wasser-Gemisch. Entsprechend unterschiedlicher Härtung quellen die Gelatineteile dabei verschieden auf und stoßen dann die Druckfarbe mehr oder weniger ab (stark gequollene Stellen nehmen keine oder wenig Farbe an und umgekehrt).

Die für den Lichtdruck verwendeten Farben sind alterungsbeständig und von hoher Konsistenz, denn nur gesättigte Farben bewirken einen kräftigen Druck.